Am Mittwoch, 19. August 2020 besichtigte die SPD-Fraktion Fuldatal die Baustelle in Wilhelmshausen und machte sich ein Bild von dem Stand der Baumaßnahme. 

Wie man gut erkennen konnte, aber auch durch die Ausführungen des Bürgermeisters Karsten Schreiber bestätigt wurde, sind die Straßenbauarbeiten sehr weit vorangeschritten.

Die gesamte Maßnahme (Straßenbau, Rad-/Gehwege) sollen nach aktuellem Stand bis November 2020 abgeschlossen werden. 

Für die Anwohner, die nun schon seit Sommerbeginn 2020 mit dieser Baustelle leben müssen, ist es keine leichte Situation und man hofft sehr, dass bald wieder Normalität herrscht. 

Alles in allem, so waren sich die Genossinnen und Genossen einig, werden nicht nur dieEin- und Anwohner aus Wilhelmshausen von der erneuerten Bundesstraße 3 und der Errichtung der künftigen "Riviera" in Fuldatal profitieren.

Mit dieser Maßnahme könnten die Weichen für einen sanften Tourismus in Wilhelmshausen gestellt werden. Wir hoffen, dass sich sodann weitere Gastronomie an der Fulda etablieren kann. 

Neben der „Sonnenseite“ ergibt sich für die Anlieger aus finanzieller Sicht jedoch eine „Schattenseite“. 

Die Anliegerbeiträge bewegen die Fuldataler und Fuldatalerinnen schon seit einigen Jahren. Angefangen mit Straßenausbauten in den Ortsteilen Knickhagen, Wilhelmshausen, Wahnhausen, Ihringshausen, Simmershausen wurden die Anlieger in mittlerer fünfstelliger Höhe zur Kasse gebeten. 

Die SPD Fuldatal forderte zunächst die Einführung von wiederkehrenden Straßenbeiträgen und wurde von den anderen politischen Kräften in der Gemeindevertretung überstimmt. 

Nachdem das Land Hessen in 2019 grundsätzlich den Kommunen freigestellt hat, Anliegerbeiträge zu erheben, stellte die SPD-Fraktion den Antrag von der Erhebung der Anliegerbeiträge abzusehen. Aber auch hier wurde dies von den anderen Mitgliedern der Gemeindevertretung abgelehnt. 

Viele unserer Nachbarkommunen haben sich richtigerweise gegen die Erhebung der Anliegerbeiträge entschieden. Die Finanzierung würde dann über allgemeine Finanzmittel erfolgen und auf alle Bürgerinnen und Bürger Fuldatals umgelegt. 

Die Kostensteigerung der Nebenanlagen von ca. 600.000 € auf nunmehr fast 1,2 Mio. € schockierte die Anlieger an der B 3 sehr. 

Ohne die Kosten der Straße, die vom Bund getragen werden, müssen die Anlieger pro qm Grundstücksfläche ca. 21,48 € nach aktuellem Stand finanzieren (1.000 qm entspräche 21.480,00 €). Dazu kommen noch die Anschlusskosten für Wasser und Abwasser. 

Der Preis pro Quadratmeter liegt, laut Aussage des Bürgermeisters während der Gemeindevertretersitzung vom 26. August 2020, im mittleren Niveau bezogen auf die anderen Straßenbaumaßnahmen in Fuldatal, jedoch beziehen sich diese Kosten ausschließlich auf die Nebenanlagen (ohne Straße, ausgenommen Simmershausen mit ca. 19 € pro Quadratmeter!).

Nach Fertigstellung der Gesamtmaßnahme hoffen wir, dass dies nachhaltig zur Verbesserung der Infrastruktur beiträgt.

Die neue Uferpromenade Wilhelmshausens - noch nicht ganz fertiggestellt...

v.l.n.r.: Silke Hildebrandt, Nadine Helbach, Jörg Müller, Karlheinz Burckhardt, Heidrun Gottschalk, Hannelore Hesse

Sanierung der Ortsdurchfahrt B3 in Wilhelmshausen